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Podiumsdiskussion im Stephansstift Berufsbildungszentrum: Inklusiver Arbeitsmarkt - Wunsch oder Utopie?

Ende Oktober haben kompetente Gäste aus Politik und Wirtschaft, sowie Absolventen des Berufsbildungszentrums über dieses Thema diskutiert. Mit dabei waren Ute Wrede vom inklusiven Café Anna Blume, Dr. Thela Wernstedt, Mitglied des Landtags SPD, Claus Mohr von Mittendrin Hannover e.V., Thomas Kosinski, Abteilungsleiter Real-Linden, Phillip Jenke, Absolvent aus dem Berufsbildungszentrum und Manuela Virgalitta, ebenfalls Absolventin.

Durch die Veranstaltung hat uns Ninia LaGrande Binias geführt.

 

In seinem Einstiegsreferat hat Prof. Dr. Axel Haunschild vom Institut für Arbeitswissenschaften der Leibnitz Universität den Wandel in der Arbeitswelt und die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt skizziert.
•    Neue Herausforderungen sind mehr Freiheitsgrade, höhere Möglichkeiten der Selbstverwirklichung, aber auch Arbeitsintensivierung und steigender Marktdruck.
•    Befristete Arbeitsverhältnisse, Zeitarbeit und Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich nehmen zu.
•    Der Arbeitnehmer gilt immer mehr als Unternehmer seiner Arbeitskraft.
•    Fachkräftemangel und die veränderten Arbeitsmarktbedingungen können auch eine Chance für junge Menschen mit Beeinträchtigungen sein.
•    Doch hoher bürokratischer Aufwand, Berührungsängste in der Belegschaft erschweren oft den Einstieg ins Arbeitsleben auf dem ersten Arbeitsmarkt.
In der lebendigen Diskussion auf dem Podium und mit interessierten Zuschauern wurden Erfahrungen ausgetauscht und Wünsche formuliert:
Die BBZ-Absolventen berichten, dass ihnen während der Ausbildung die vielen betrieblichen Praktika und die wertschätzende Begleitung geholfen haben.

Wir haben von positiven Beispielen gehört, wo Menschen sich auf den Weg machen um Arbeits- und Ausbildungsplätze für junge Menschen mit Beeinträchtigung zu schaffen.
Es wurden Vorschläge und Wünsche an die Politik formuliert, in der Berufsorientierung junger Menschen den inklusiven Gedanken mehr zu berücksichtigen. z.B. bei der „Langen Nacht der Berufe“.
Abbau von Untersicherheiten in Betrieben durch mehr Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung sowie Auszeichnung von „Best Practice Betrieben“ könnten einen guten Anreiz für mehr betriebliche Integration bieten.
Insgesamt gab es eine sehr spannende Diskussion. Und es war eine wichtige Veranstaltung mit Impulsen für Politik und Wirtschaft mehr Verantwortung zu übernehmen, um den Arbeitsmarkt inklusiver zu gestalten, sodass die Chancen für beeinträchtigte junge Menschen sozialversicherungspflichtig arbeiten zu können steigen und die gesellschaftliche Teilhabe erhöht würde.

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