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Beratung & Assistenz

Aktionen engagierter DWB-Kolleginnen und Kollegen im Juni in Braunschweig

Kolleginnen und Kollegen der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten (DWB) waren im Juni mit zwei öffentlichen Aktionen in Braunschweig präsent, um auf die schwierige Lage wohnungsloser Menschen aufmerksam zu machen: am 11. Juni mit einem Infostand zum bundesweiten Hitzeaktionstag und Ende Juni mit einer unterstützenden Präsenz bei der Demonstration der Initiative Notruf Wohnungsmarkt vor dem Rathaus.

Hitzeaktionstag 2026: „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“

Die DWB in Braunschweig beteiligte sich am bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“. Mit einem Infostand in der Braunschweiger Innenstadt (vor dem Ringerbrunnen) machten die Mitarbeitenden von 11:30 bis 15:30 Uhr auf die besonderen Gefahren durch Hitze und Klimawandel für wohnungslose Menschen aufmerksam und informierten über konkrete Hilfsangebote.

Hintergrund und Zielsetzung

Hitze zählt zu den größten durch den Klimawandel bedingten Gesundheitsrisiken in Deutschland und betrifft alle Bevölkerungsgruppen. Besonders gefährdet sind jedoch ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder, Menschen, die im Freien arbeiten, und wohnungslose Menschen. Letztere haben oft weder Schutzräume noch gesicherte Zugänge zu Trinkwasser, medizinischer Versorgung oder sanitären Einrichtungen. Die Folge sind quälender Durst, Kreislaufprobleme, Dehydration und ein erhöhtes Infektionsrisiko; in Extremfällen kann Hitze lebensbedrohlich werden. Ziel der Aktion war es daher, aufzuklären, Präventionsmaßnahmen bekannt zu machen und niedrigschwellige Hilfe sichtbar zu machen.

Am Infostand informierten die DWB‑Mitarbeitenden über gesundheitliche Risiken durch extreme Hitze für wohnungslose Menschen, unmittelbare Schutzmaßnahmen wie die Versorgung mit Trinkwasser sowie Hinweise auf Schatten- und kühle Aufenthaltsorte und über lokale Hilfsangebote und Anlaufstellen sowie Beratungsangebote der DWB.

„Extreme Hitze kann für wohnungslose Menschen ohne Schutz schnell lebensgefährlich werden. Mit unserem Infostand wollten wir sensibilisieren, informieren und niedrigschwellige Hilfe sichtbar machen. Das Thema muss dringend noch mehr in die Stadtgesellschaft gebracht werden“, so Lara Welge, Sozialarbeiterin aus dem Team der DWB am Standort Braunschweig.

Fazit des Aktionstages

Der Infostand trug dazu bei, das Thema Hitzeschutz für wohnungslose Menschen in den öffentlichen Raum zu bringen. Durch persönliche Gespräche und Informationsmaterialien wurde Aufmerksamkeit geschaffen und wurden konkrete Hinweise für Betroffene wie auch für Unterstützer:innen vermittelt.


Demonstration der Initiative Notruf Wohnungsmarkt vor dem Braunschweiger Rathaus

Am Dienstag, 30. Juni 2026, 13:30 Uhr versammelte sich die Initiative Notruf Wohnungsmarkt vor dem Rathaus Braunschweig. Mit Plakaten und dem symbolischen Niederlegen in Schlafsäcken machten die Teilnehmenden auf die anhaltende Wohnungslosigkeit und die dringende Wohnungsnot in Braunschweig aufmerksam und forderten mehr Einsatz für bezahlbaren Wohnraum.

Hintergrund und Forderung

Ziel der Aktion war es, öffentliche Aufmerksamkeit für Wohnungslosigkeit zu erzeugen und politischen Druck für konkrete Maßnahmen zu erhöhen. Der Aufruf zur Teilnahme richtete sich an alle Interessierten; Teilnehmende wurden gebeten, einen eigenen Schlafsack mitzubringen. Die Initiative verweist dabei auch auf den Aktionsplan der Bundesregierung zur Überwindung der Wohnungslosigkeit bis 2030 (verabschiedet April 2024) und fordert dessen konsequente Umsetzung auf kommunaler Ebene.

„Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir wollen zeigen, dass Menschen rund ums Jahr Schutz und eine dauerhafte Wohnperspektive brauchen. Bezahlbarer Wohnraum ist keine Option – er ist notwendig“, so Lara Welge. Mit ihrem Engagement unterstützte die DWB die Sichtbarkeit der Demonstration und betonte die Notwendigkeit langfristiger und verbindlicher Maßnahmen zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit.

Die Aktivitäten der DWB in Braunschweig im Juni 2026 zeigten eine mehrgleisige Öffentlichkeitsarbeit: Prävention und Information beim Hitzeaktionstag sowie politische Sichtbarkeit und Dringlichkeit bei der Demonstration für bezahlbaren Wohnraum. Beide Aktionen ergänzen sich: Kurzfristiger Schutz (zum Beispiel beim Hitzeschutz oder bei der Versorgung) ist lebenswichtig; langfristige Strategien (zum Beispiel für dauerhafte Wohnperspektiven oder bezahlbaren Wohnraum) sind jedoch erforderlich, um die Verwundbarkeit von Menschen dauerhaft zu reduzieren.

Person mit Shirt „#NOTRUF WOHUNGSMARKT“ im Vordergrund, im Hintergrund zwei Personen mit Protestschildern auf einer Decke auf dem gepflasterten Platz.

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