Die Fachgruppe Sucht des Sozialpsychiatrischen Verbunds Gifhorn zieht eine positive Bilanz ihres Informationstages im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol, die in diesem Jahr vom 13.-21. Juni stattgefunden hat.
In vielen persönlichen Gesprächen wurden am Stand in der Fußgängerzone in Höhe der Sucht- und Drogenberatungsstelle im Speicherhof, die zur Venito gehört, allgemeine Fragen zu Suchterkrankungen und zu bestehenden Hilfeangeboten beantwortet. Zugleich nutzten Betroffene und Angehörige die Gelegenheit zum Austausch und berichteten von eigenen Erfahrungen oder Suchterkrankungen innerhalb ihrer Familien oder im Bekanntenkreis.
Großes Interesse weckten auch die sogenannten Rauschbrillen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen die Möglichkeit wahr, die Auswirkungen eines simulierten Alkohol- oder Cannabiskonsums selbst zu erleben. Das veränderte Seh- und Gleichgewichtsgefühl sorgte vielfach für Erstaunen – und so mancher stellte fest, wie unsicher und „kippelig“ sich bereits einfache Wege mit eingeschränkter Wahrnehmung anfühlen.
Ebenfalls sehr gut angenommen wurden die alkoholfreien Cocktails, die nicht nur optisch überzeugten, sondern auch geschmacklich großen Anklang fanden. Besonders bei den sommerlich warmen Temperaturen sorgten sie für eine willkommene Erfrischung und luden dazu ein, in entspannter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die zahlreichen Gespräche unterstreichen die Bedeutung niedrigschwelliger Informations- und Gesprächsangebote und zeigen zugleich, dass das Thema Sucht viele Menschen bewegt.
