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Pflege & Wohnen

„Möser-Dialog“ mit Ergebnissen

Im neuen Format „Möser-Dialog“ sind am Dienstag eine Reihe von örtlichen Fragen und Problemen von Bürgern mit Bürgermeistern besprochen worden. Moderator Martin Frehse vom Cornelius-Werk konnte am Ende der eineinhalbstündigen Diskussion auch eine Reihe von Ergebnissen für die Einheitsgemeinde Möser bei Burg festhalten.

Mit 33 Bürgerinnen und Bürgern war der Gastraum im Landhaus Möser gesteckt voll. Eingeladen hatten das Cornelius-Werk (CW) als zivilgesellschaftlicher Akteur vor Ort und das örtliche Kirchspiel. Viele Fragen konnten Einheitsgemeindebürgermeister Marko Simon, der Möser Ortsbürgermeister Denny Hitzeroth und der Hohenwarther Ortsbürgermeister Frank Winter beantworten. 

Auf Nachfrage zum maroden Birkenweg meinte Hitzeroth, Mittel aus dem europäischen LEADER-Programm und Sondervermögen würden vor allem in die Ertüchtigung des Bürgerzentrums gesteckt, aber auch der sehr umfassend zu sanierende Birkenweg sei weit oben auf der Prioritätenliste. 

Beklagt wurde, dass die vielen Vereine in Möser manchmal ihre Planung mehr neben- als miteinander machen. Hitzeroth will das angehen. Hier hat Hohenwarthe ein gutes System gefunden, so Winter. 

Wohnraum für die dringend gebrauchten jungen Familien wurde angesprochen. Neubau sei für sie oft zu teuer angesichts der gegenwärtigen Baupreise. Der kaufmännische Vorstand der Dachstiftung Diakonie, zu der das CW gehört, Dr. Jens Rannenberg sagte zu, ein vielleicht kleineres, gemeinnütziges Bauprojekt mit etwa 6 Wohnungen betreuten Wohnens zu prüfen, gerne in Kooperation mit örtlichen Akteuren. Durch den „Dominoeffekt“ könnten so bezahlbare Altbauwohnungen für junge Familien frei werden. Gemeindekirchenratsmitglied Dr. Michael Krause stellte fest, dass auch wohlhabende Ehepaare in Schwierigkeiten kommen, wenn ein Ehepartner ins Heim muss angesichts der hohen Heimplatzpreise. Nachbarschaftshilfe könne durch eine Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung auch honoriert werden. Viele haben da Beratungsbedarf und CW-Altenhilfe-Geschäftsführer Andreas Bethge will prüfen, ob das Cornelius-Werk vielleicht Beratung für alte Menschen vor Ort anbieten kann. An „Timur und sein Trupp“ zu DDR-Zeiten erinnerte eine ältere Bürgerin, womit Schüler:innen ältere Leute ehrenamtlich unterstützt hatten. Gleich mehrere Bürger beklagten wummernde Bässe bei Feiern im Bürgerzentrum, sagten aber auch, dass es deutlich besser geworden sei und man die jungen Leute auch darauf ansprechen kann. Gleichwohl meinte Hitzeroth, man werde mit der „Volkssolidarität“ sich demnächst treffen und das besprechen. Ärztin Christiane Krause regte einen generationsübergreifenden „Clean-up-Day“ an, um unterschiedliche Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. 

Lediglich ein Bürger griff die Kommunalpolitik scharf an, die Geld verbrenne und keine vernünftige Haushaltspolitik mache. Alle anderen Beiträge waren konstruktiv.

Vereinbart wurde, sich in einem halben Jahr wiederzutreffen und über dabei auch von möglichen Zwischenergebnissen zu hören.    

Foto (©: Gunnar Schulz-Achelis): Angeregte Diskussion zu Ortsfragen beim ersten Möser-Dialog. 

 

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