Standorte und Angebote

Pflegefachfrau/ Pflegefachmann

Ich mache die Ausbildung zur Pflegefachkraft, weil ich pflegebedürftigen Menschen helfen möchte, ihren Alltag zu meistern und ihnen wieder ein Stück Lebensfreude zu geben. (Klementina B.)

Informationen über die ab 2020 gültigen Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG)

Berufsfachschule Pflege

Neue generalistische Pflegeausbildung

 

Im Jahr 2020 startet die neue generalistische Pflegeausbildung. Es werden die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ zusammengeführt. Damit werden die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen (im Krankenhaus, im Pflegeheim und ambulant in der eigenen Wohnung) befähigt. Nach dem Abschluss der generalistischen Ausbildung ist ein Wechsel innerhalb der pflegerischen Versorgungsbereiche jederzeit möglich. Zudem ermöglichen zahlreiche Fort- und Weiterbildungen sowie verschiedene Pflegestudiengänge, die zum Teil auch ohne Abitur absolviert werden können, eine kontinu­ierliche Karriereentwicklung. Aufgrund der automatischen Anerkennung des generalistischen Berufsabschlusses gilt dieser auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU.

Der Pflegeberuf bietet eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit nah am Menschen mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit, denn Pflegekräfte werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht.

Ziel und Dauer

An der Berufsfachschule Pflege werden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ausgebildet. Die dreijährige Vollzeitausbildung befähigt zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege von Menschen einschließlich Beratung, Begleitung und Betreuung.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Mittlerer Schulabschluss

  • Hauptschulabschluss plus eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung
  • mindestens einjährige Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege, die bestimmten Bedingungen genügen muss

  • erfolgreich abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung

Wer einen einfachen Hauptschulabschluss hat, kann in Verbindung mit einer erfolgreich abgeschlossenen Pflegeassistentenausbildung die Fachkraftausbildung anschließen, die dann um ein Jahr verkürzt werden kann.

Ausbildungsstruktur

Die berufliche Ausbildung gliedert sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil. Der theoretische und praktische Unterricht findet an einer Pflegeschule statt und hat einen Umfang von 2.400 Stunden. Die praktische Ausbildung im Betrieb ist mit 2.500 Stunden etwas umfangreicher. Der/die Auszubildende schließt dazu einen Ausbildungsvertrag mit dem Träger der praktischen Ausbildung ab. Das ist das Krankenhaus, das Pflegeheim oder der ambulante Pflegedienst.

Der schulische Teil der Ausbildung gliedert sich in Blockunterricht und findet im Wechsel mit den Praxisphasen statt. Die praktische Ausbildung erfolgt in folgenden Bereichen:

Einsätze der praktischen Ausbildung

  • erster Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung, bei dem der Ausbildungsvertrag besteht
  • stationäre Akutpflege (Krankenhaus)
  • stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim)
  • ambulante Pflege
  • pädiatrische Versorgung
  • psychiatrische Versorgung
  • Einsätze (z. B. Hospiz, Beratungsstellen etc.)
  • (letzter Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung)

Das Diakonie-Kolleg Hannover ist Mitglied im "Ausbildungsverbund Pflege Hannover" (Lernortkooperation mit Diakovere, Birkenhof und dem Kinderkrankenhaus auf der Bult) und organisiert damit alle Praktika. 

In der Pflegeschule des Diakonie-Kolleg Hannover werden die berufsbezogenen und allgemeinbildenden Fächer (Deutsch, Englisch, Politik, Religion) in unterschiedlichen Lern- und Arbeitsformen (wie z.B. Klassenunterricht, Kleingruppe und Projektarbeit), ausgebildet.

Ausbildungsbeginn  
1. August und 1. Februar eines jeden Schuljahres, Bewerbungen werden ganzjährig entgegen genommen.

Aufnahmeverfahren
Nach der Bewerbung laden wir zu einem Aufnahmeverfahren ein, in dem wir weitere Informationen zur Ausbildung geben.

Abschluss
Die Ausbildung schließt mit einer theoretischen (schriftlich und mündlich) und einer praktischen Prüfung ab, nach deren erfolgreichem Abschluss die Bezeichnung „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ geführt werden darf.

Kosten

Die Kosten werden vom Ausbildungsfonds und dem Land Niedersachen getragen.

 

Berufsbezogener Lernbereich - Theorie und schulische Praxis (Curriculare Einheiten)

Die theoretische Ausbildung in der Pflegeschule ist über einen Bundesrahmenplan geregelt. Die unten aufgeführten Inhalte (Curriculare Einheiten) machen deutlich, wie vielfältig die Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/ Pflegefachmann ist:

CE 01 Ausbildungsstart – Pflegefachfrau/Pflegefachmann werden

CE 02 Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen

CE 03 Erste Pflegerfahrungen reflektieren – verständigungsorientiert kommunizieren

CE 04 Gesundheit fördern und präventiv handeln

CE 05 Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken

CE 06 In Akutsituationen sicher handeln

CE 07 Rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team

CE 08 Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten

CE 09 Menschen bei der Lebensgestaltung lebensweltorientiert unterstützen

CE 10 Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in pflegerischen Situationen fördern

CE 11 Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und kognitiven Beeinträchtigungen personenzentriert und lebensweltbezogen unterstützen

Für mich bedeutet Pflege, am Ende jeder Schicht zu wissen, dass ich allen Bewohnern mit bestem Wissen und guter Laune den Tag verschönert habe. Ich gebe immer mein Bestes, um ihnen zu helfen. (Nadine M.)

Berufsbezogener Lernbereich - Praxis

Die praktische Ausbildung wird in den verschiedenen Bereichen (s.o.) absolviert. Lehrkräfte und Praxisanleiter begleiten die Lernenden.

Spezialisierungen

Auszubildende, die den Schwerpunkt ihrer Ausbildung von Anfang an auf die Pflege alter Menschen durch eine entsprechende Wahl des Trägers der praktischen Ausbildung (Pflegeheim oder ambulanter Pflegedienst) gelegt haben und deshalb ihren Vertiefungseinsatz im Bereich der Langzeitpflege durchführen, erhalten vor Beginn des letzten Drittels ihrer Ausbildung ein Wahlrecht. Sie können entscheiden, ob sie die begonnene generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau fortsetzen oder ob sie ihre Ausbildung ausrichten auf einen Abschluss als Altenpfleger/Altenpflegerin. In diesem Fall werden sie im letzten Drittel der Ausbildung speziell zur Pflege alter Menschen ausgebildet. Auszubildende mit dem Schwerpunkt Pädiatrie können entsprechend die Spezialisierung Kinderkrankenpflege wählen. Berufsabschluss ist in diesem Fall Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. -pflegerin.

Weitere Informationen erhalten Sie im Sekretariat von 8.00 bis 14.30 Uhr bei Frau Glahn.
Wir freuen uns auf ihre Bewerbung!

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