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Mit Abstand die beste Klasse!

Laetitia: Nichts hat uns 2020/2021 so in Atem gehalten wie das Corona-Virus. Die Welt ist seit Monaten im Ausnahmezustand und es ist noch nicht vorüber. Einst ein unbekanntes Virus am anderen Ende der Welt – in sicherer Entfernung– begleitetet das Corona Virus uns bis heute jeden Tag. Auch Schulen stehen unter der Fuchtel des Corona Viruses. Damit auch alle Ihren Abschluss erhalten können, findet der Unterricht deshalb per Videokonferenz von Zuhause aus statt. Eine mittlerweile nicht mehr ganz so neue und ungewohnte Situation, die trotzdem immer wieder neues bringt. Während des Online Unterrichtes haben wir einiges gelernt und ausprobiert. Einige unserer neu gewonnenen Erkenntnisse und Gewohnheiten werden nach Ende der Pandemie, alten Gewohnheiten oder der Zeit zum Opfer fallen.

Nika: Für keinen war es anfangs leicht, sich an die neue Form des Unterrichts zu gewöhnen. Auch heute fällt es noch schwer, sich morgens vor den Computer oder Laptop zu setzten und zu wissen, dass man dem Unterricht bis zum Nachmittag auf diese Weise verfolgen soll.

 

In Präsenz ist es am schönsten 

„Insgesamt finde ich, dass der Onlineunterricht gut organisiert war. Dennoch hätte mir als Abschlussklasse der Präsenzunterricht besser gefallen, um innerhalb der Klasse auch schöne Momente zu erleben“ äußert sich eine Schülerin aus der 12b und spricht den anderen Schüler*innen damit vermutlich aus der Seele.

Auch weitere Schüler*innen, die ein Statement zu dem Onlineunterricht abgegeben haben, sind der Meinung, dass der Unterricht an sich sehr gut organisiert wurde. Die Lehrer*innen haben sich gute Möglichkeiten überlegt, den Schüler*innen den Stoff trotz der Umstände beizubringen. Um den Unterricht weiter zu verbessern, wurden auch immer wieder die Schüler*innen selbst zu Rate gezogen, um zu schauen, welche Lücken es nach wie vor gibt, wo die höchste Belastung liegt und welche Verbesserungsvorschläge wir für den Onlineunterricht haben. „… es fällt mir zunehmend schwerer, Aufgaben wie die Facharbeit zu erledigen, weil wir ja sowieso schon den ganzen Tag am Laptop sitzen“, spricht ein Schüler der 12b das vermutlich größte Problem am Onlineunterricht an. Und wird gehört.

 

Teamwork ist gefragt

Die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen hat zum einen dafür gesorgt, dass der Unterricht optimaler gestaltet wurde, indem zum Beispiel viel auf Eigenarbeit gesetzt wurde, um die Bildschirmzeit ein wenig zu verringern. Zum anderen hat es den Schüler*innen aber auch das Gefühl gegeben, gehört zu werden. Gerade in dieser Zeit, wo die jungen Leute viel zurückstecken mussten, war es schön zu sehen, dass unsere Meinung nach wie vor zählt, uns zugehört wird und die Vorschläge, soweit es ging, auch berücksichtigt und umgesetzt wurden.

 

Organisation ist alles

„Ich finde den Onlineunterricht auch sehr gut organisiert, allerdings ist es mittlerweile ein bisschen zu lang geworden und die Abwechslung in die Schule zu gehen, würde mit Sicherheit sehr gut tun. Zu dem kann man beim Onlineunterricht auch einfach mal weg hören oder ist abgelenkt durch private Dinge, die Zuhause stattfinden“ äußert sich eine weitere Schülerin der 12b. Auch hier sucht das Diakonie Kolleg nach Möglichkeiten, es den Schüler*innen einfacher zu machen, sorgt z.B. für kleinere Arbeitsgruppen, damit die Schüler*innen untereinander im Gespräch bleiben und schaut, welche Möglichkeit des Präsenzunterrichts momentan die sicherste ist, damit man sich auch wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen kann.

 

Schöne Momente

Es lässt sich auf jeden Fall sagen, dass sowohl die Lehrer*innen, als auch die Schüler*innen ihr Bestes gegeben haben, in dieser schwierigen Zeit dennoch normalen Unterricht zu erleben. Auch wenn der Onlineunterricht nicht an den Präsenzunterricht herankommt, bei dem die Interaktion zwischen den Schüler*innen größer ist und das Lernen ohne viel Ablenkung und ständiger Bildschirmzeit leichter fällt, gab es auch in dem vergangenen Jahr online immer wieder schöne, lustige und denkwürdige Momente.

 

Annika: Natürlich konnte bei diesem neuartigen Konzept nicht alles von Anfang an perfekt laufen. Jede*r Schüler*in und jede*r Lehrer*in wird sich vermutlich an die teilweise massiven Internetprobleme erinnern und das darauffolgende „Ich soll kurz Bescheid sagen, dass das WLAN von Schüler*in XY spinnt“ oder „XY ist gerade rausgeflogen und versucht gleich wieder rein zu kommen.“ Die Technik an sich war für viele teilweise einfach ein grundlegendes Problem (auch wenn es manchmal auch nur als Ausrede von Schüler*innen genutzt wurde, ups), wie zum Beispiel, dass ein Computer sich dazu entschließt, ein spontanes Update zu machen und der oder die Betroffene nicht weiß, wie man es stoppt. Zudem sah oder hörte der digitale Klassenraum auch mal ein Haustier (Grüße gehen raus an Katze Ali), was oft für einige Lacher sorgte (auch werden wir die zwei bellenden Hunde im Englischunterricht nicht vergessen). Um eine kleine Beichte abzulegen: private Gespräche konnten in dieser Zeit nicht mehr durch eine Lehrkraft beendet werden, da sie einfach auf WhatsApp etc. stattfanden, wobei es allerdings auch ein bis zwei Momente gab, in denen auch Schüler*innen vergaßen sich auf stumm zu schalten und der Rest der Klasse eine Sprachnachricht mit anhören konnte oder auch einen Song, zur Beruhigung der Nerven. 

 

Wir werden hier keine Namen nennen, doch wollen wir gern weitere Vorteile des digitalen Unterrichtes aufzeigen:

Hast du Hunger? Kamera aus, Laptop etc. geschnappt und ab in die Küche, Nudeln kochen!

Ist die Nikotinsucht zu stark? Kamera aus, Zigarette an.

Fühlst du dich alleine in deinem Zimmer? Kamera aus, lad einen Freund oder eine Freundin ein!

Kannst du dich einfach nicht konzentrieren und hast zu viel Energie? Kamera aus, spontane Tanzparty!

Kaffee leer? …

Die Natur ruft? …

(Für das Protokoll, all dies geschah nur theoretisch und sollte es zu so einem solchen Moment gekommen sein, wurde natürlich trotzdem aufgepasst und mitgemacht!)

Abschließend sei gesagt, erst fünf Minuten vor Unterricht aus dem Bett zu fallen war wirklich… fantastisch…!

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