Standorte und Angebote

Der Weg zur Umweltschule – Die Evangelische Schule Oberharz hat ihn gemeistert!

Vor fast drei Jahren setzten sich die Schülerinnen und Schüler und Mitarbeitenden der Evangelischen Schule Oberharz zum Ziel, eine zertifizierte Umweltschule zu werden. Dank des Schulstandortes mitten in der Natur erschien allen Beteiligten die Teilnahme am Zertifizierungsprozess naheliegend und gut umsetzbar: Die Natur als außerschulischer Lernort ist schon immer fester Bestandteil des Schulalltages und wird durch regelmäßige Aktivitäten im Freien zur Entfaltung der Persönlichkeiten genutzt.

Gesagt, getan. Anfang 2020 reichte die Evangelische Schule Oberharz  zwei laufende Projekte zum Thema Umweltschutz beim Bundesverband für nachhaltige Entwicklung ein, die den anspruchsvollen Kriterien des Zertifizierungsverfahrens entsprachen. Bedingt durch Corona verzögerte sich das Verfahren allerdings. 


Das erste eingereichte Projekt ist die sogenannte „Küstenschutzmaßnahme auf Sylt“: Bereits seit über zwanzig Jahren fahren Schülerinnen und Schüler mit Mitarbeitenden der Oberharzer Schule einmal im Jahr nach Sylt, um dort eine Woche lang in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Sandfangzäune an der Westküste der Insel zu bauen. 
Beim zweiten Projekt „Außerschulischer Lernort Kamphütte“ handelt es sich um eine kleine Blockhütte im Hochharz ohne fließend Wasser und Strom. Dank der Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten wurde der Schule die Hütte zur Verfügung gestellt. Diese kann planmäßig als außerschulischer Lernort genutzt werden, um den Schülerinnen und Schülern die Fertigkeiten des „Bushcraftings“ (dt. Buschhandwerk) näherzubringen. Unter der Bezeichnung Bushcrafting versteht man die Anwendung von „Überlebenstechniken“ in der freien Natur. Alle Klassen haben in den vergangenen Jahren wochenweise an diesem Angebot teilgenommen und so ihre Fertigkeiten in der Wildnis erproben können. Eine Herausforderung, bei der viele junge Menschen über sich hinausgewachsen sind und nachhaltig etwas für ihr Leben gelernt haben.  


Ergänzend zu den beiden eingereichten Projekten haben weitere Aktionen stattgefunden: Das Umfunktionieren alter Möbel, der Bau von Hochbeeten für Insekten sowie von Futterstationen für Wildtiere – drei Projekte, bei denen sich alles um das Thema Upcycling dreht. Hierbei handelt es sich um das Wiederverwenden von gebrauchten, alten oder kaputten Gegenständen, die die Schülerinnen und Schüler zu etwas Neuem und Nützlichem gestalten. Auch Nistkästen wurden gebaut und für den lokalen Verein „Wald für Morgen e.V.“ stellten die jungen Menschen aus Eicheln gezogene Keimlinge bereit. Eine Baumpflanzung auf dem eigenen Schulgelände stand ebenfalls auf dem Programm und es gibt einige neue Jungbäume, die nun rund um die Schule wachsen und gedeihen dürfen.


Die vielen Ideen und kurzfristig initiierten Projekte haben sich am Ende bezahlt gemacht – denn seit einiger Zeit kann sich die Evangelische Schule Oberharz als offiziell zertifizierte Umweltschule präsentieren. Anfang Oktober wurde das Zertifikat durch den Bundesverband für nachhaltige Entwicklung überreicht.

Im Bild: Stellvertretend für die Schule nahmen Beatrix Greve (links) und Christine Ludwig das Zertifikat entgegen.

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