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Party mit tollen Ergebnissen: Jugendliche und Mitarbeitende entwickeln Ideen für mehr Sicherheit im Netz
Party mit tollen Ergebnissen: Jugendliche und Mitarbeitende entwickeln Ideen für mehr Sicherheit im Netz

Let`s get digital! - Videokonferenz-Party zum Safer Internet Day

Medienkompetenz, ein Schlagwort, das in Zeiten von homeschooling, homestudying und homeoffice wichtiger denn je geworden ist. Am 9. Februar war der internationale #saferinternetday. Mit Videobotschaften und in vielen Veranstaltungen haben sich am Aktionstag weltweit Menschen zum Thema Medienbildung ausgetauscht.

 

Die Jugendhilfe der Dachstiftung Diakonie, Stephansstift Ev. Jugendhilfe und die Diakonische Jugendhilfe Kästorf nahmen den Tag zum Anlass und initiierten eine digitale Mitmachaktion für die Kinder und Jugendlichen ihrer Einrichtungen: Und so trafen sich 38 Jugendliche und Betreuer*innen zu einer virtuellen Videokonferenz-Party. Verpflegt mit tollen Party-Tütchen vom Freiwilligen Zentrum Gifhorn saßen die Mitglieder von Wohngruppen und Erziehungsstellen aus ganz Niedersachsen an ihren PCs, als es hieß: Let`s get digital! 

Nach einer kurzen Begrüßung der Gastgeber, Regionalleiter Eckart Schulte und Thomas Pförtner, ging das Wort an die Jugendlichen. Im Fokus standen die technischen Kapazitäten in den Wohngruppen. Die Jugendlichen machten schnell deutlich: Sicherheit im Netz bedeutet auch, dass für alle ein sicherer Zugang zum Netz besteht. Damit bis zu acht Kinder und Jugendliche gleichzeitig lernen, surfen und streamen können, braucht es genug Endgeräte und eine stabile Übertragung. Die Message der Verantwortlichen an die Jugendlichen war klar: „Teilt uns mit, wo es hakt, wir unterstützen euch!“

Schon länger ist die Jugendhilfe dabei, ihre Einrichtungen zu digitalisieren. Der Safer Internet Day war also die Fortsetzung digitaler Projekte, die bereits im Sommer mit dem Jugendkongress angestoßen worden waren. Die Verantwortlichen möchten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen die Digitalisierung gestalten. Denn: Die Digital Natives sind die Expert*innen auf diesem Gebiet. Der Zugang zum Netz ist für die jungen Menschen ganz selbstverständlich. Es ist ihr Weg, um an aktuellen Themen teilzuhaben und soziale Kontakte zu pflegen. Darum entwickeln sie jetzt auch neue Medienkonzepte in ihrer Einrichtung mit. 

Zum Medienkonzept gehört auch der Umgang mit Cybermobbing. Die Jugendlichen haben das Thema auf die Agenda gebracht und wünschen sich fachliche Unterstützung von den Pädagog*innen. Die Jugendlichen übernehmen selbst viel Verantwortung. Als System-Administrator*innen in ihren WGs verbessern sie schon bald die technischen Voraussetzungen und in einer Social-Media-Redaktion erstellen sie eigene Posts. Als zusätzlichen Baustein wird es regelmäßige Online-Sprechstunden geben, um Fortschritt und Handlungsbedarf beim Medienkonzept im Auge zu behalten. 

Carola Hahne, Geschäftsführerin der Stephansstift evangelischen Jugendhilfe und Diakonischen Jugendhilfe Kästorf sagte: „Wir Fachkräfte sollten gut zuhören, was die jungen Menschen uns mitteilen wollen. Ziel der Jugendhilfe muss sein, die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Digitalisierung bereitzustellen.“ Und die Kinder und Jugendlichen waren sich einig: Eine Videokonferenz-Party machen wir noch einmal!
 

Vielen Dank an das Freiwilligenzentrum Gifhorn: Anja Christina Braun und Marianka von Magnis packten ehrenamtlich Party-Tütchen für die Videokonferenz

 

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